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Das Spermiogramm ist die zentrale Untersuchung zur Abklärung der männlichen Fruchtbarkeit. Es liefert wichtige Informationen über Menge, Konzentration, Beweglichkeit und Form der Spermien und damit entscheidende Hinweise bei unerfülltem Kinderwunsch. Durch die Analyse nach WHO-Standards können Ursachen gezielt erkannt und der weitere diagnostische oder therapeutische Weg bestimmt werden.
Die Analyse der Spermien spielt eine zentrale Rolle bei der Abklärung männlicher
Unfruchtbarkeit. Bei vielen betroffenen Männern zeigen sich auffällige Befunde im Spermiogramm. Um verlässliche Ergebnisse zu erzielen, sollte die Samenanalyse nach den Richtlinien der WHO erfolgen – idealerweise zweimal im Abstand von 6 bis 12 Wochen.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Formen des Spermiogramms: dem kleinen Spermiogramm und dem erweiterten Spermiogramm.
Das kleine Spermiogramm liefert eine Übersicht über die wichtigsten Basisparameter und umfasst:
• pH-Wert
• Ejakulat-Volumen
• Spermienkonzentration
• Spermienbeweglichkeit
• Spermienvitalität
• Rundzellen/Leukozyten
• Spermienmorphologie
Diese Untersuchung gibt eine erste Einschätzung über die Fruchtbarkeit und bildet die Grundlage für weitere Abklärungen.
Beim Spermiogramm Standard werden zusätzlich folgende Parameter untersucht:
• Spermien-Autoantikörper
• Biochemische Marker: α-Glucosidase, Fructose und Zink
Diese zusätzlichen Analysen geben vertiefte Einblicke in die Funktion sowohl der Nebenhoden als auch der Samenbläschen und in die Zusammensetzung des Ejakulats und können helfen Ursachen für eine eingeschränkte Fruchtbarkeit genauer abzuklären.
Der pH-Wert des Ejakulats wird mithilfe von Indikatorpapier bestimmt und zeigt, ob das Milieu im Ejakulat als gesund zu beurteilen ist.
Die Konzentration der Spermien wird durch Zählung mit dem SCA-CASA (Computer Assisted Sperm Analyser) System bestimmt.
Um zu prüfen, ob sich die Spermien zielgerichtet fortbewegen können, wird die Beweglichkeit mit dem SCA-CASA (Computer Assisted Sperm Analyser) System bestimmt.
Spermien Auto-Antikörper sind Abwehrstoffe des Immunsystems, die sich fälschlicherweise gegen die eigenen Spermien richten.
Gemessen wird die Gesamtmenge des Ejakulats – entweder direkt im geeichten Messbecher oder über das Gewicht.
Mit speziellen Tests kann geprüft werden, ob die Hülle der Spermien heil ist.
Sind mehr als 1 Million Leukozyten (weisse Blutkörperchen) pro Milliliter im Ejakulat vorhanden, kann dies auf eine Entzündung oder Infektion hinweisen und sollte weiter abgeklärt werden.
Zur Beurteilung der Spermienmorphologie wird der prozentuale Anteil normal geformter sowie pathologisch veränderter Spermien bestimmt.
Ein Spermiogramm allein reicht nicht immer aus, um die Ursache eines unerfüllten Kinderwunsches zu klären. Ergänzende Untersuchungen – etwa biochemische, genetische, mikrobiologische oder elektrophysiologische Tests – liefern wichtige Zusatzinformationen zur Fruchtbarkeit des Mannes.
Messung von Alpha-Glucosidase, Zink und Fructose zur Abklärung von Störungen der Samenwege und Funktion der Nebenhoden.
Nachweis von Infektionen (z. B. Chlamydien), die Entzündungen und damit eingeschränkte Fruchtbarkeit verursachen können.
Bestimmung des oxidativen Stresses (sORP-Wert), der DNA-Schäden in Spermien hervorrufen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.
Genetische Ursachen männlicher Infertilität können durch spezielle Analysen wie AZF-Deletion, CFTR-Mutation sowie DNA-Fragmentationstests (Halosperm, DFI) abgeklärt werden.
Überprüfung eines speziellen Ionenkanals, der für die Beweglichkeit der Spermien entscheidend ist. Ein Defekt kann trotz unauffälligem Spermiogramm eine Befruchtung verhindern.
Laden Sie unsere Patientenbroschüre herunter und erhalten Sie alle wichtigen Details rund um das Spermiogramm, die Untersuchungen und ergänzende Analysen – kompakt und verständlich aufbereitet.
Weitere Informationen zu den Analysen erhalten Sie im Analyseverzeichnis von labor team. Die Untersuchungen erfolgen im Androlab und im labor team, teilweise in Kooperation mit spezialisierten Partnerlaboren.
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